Mercedes-Benz ML 350 zu verkaufen

In den 1990ern war längst ein Trend zu erkennen, doch zunächst wurde er noch als größere Nische wahrgenommen. Geländewagen mit gehobenen Ausstattungsmerkmalen ober Mittel- und Oberklasse erfreuten sich regen Zulaufs. Die in den USA bereits als Sport Utility Vehicles (SUV) bekannten großen Fahrzeuge konnten sich jedoch wegen der typischen US-Merkmale wie großer Benzin-Motoren nicht durchsetzen.

Japaner wie Nissan Patrol oder Pathfinder oder Mitsubishi Pajero beherrschten den Markt. Der erste deutsche Autohersteller, der diesen Trend erkannte, war Mercedes-Benz. Zunächst waren aber auch für Mercedes die Vereinigten Staaten der erste Absatzmarkt, weshalb die Produktion ebenfalls in USA lag.

Doch vom Start weg erfuhren die M-Klassen ML auch hierzulande einen selbst von Mercedes nicht erwarteten Zulauf. Wir bieten Ihnen hier nicht nur zahlreiche Informationen und eine Kaufberatung zu diesem Mercedes-Modell. Darüber hinaus bieten wir Ihnen auch einen gepflegten und hochwertigen ML zum Kauf.

Der Mercedes ML: nicht nur das erste deutsche SUV, auch eines der geländegängigsten

Sicherlich war es auch der Mercedes G, der dazu veranlasste, statt eines Geländewagens mit hochwertiger Pkw-Ausstattung einen Pkw mit deutlich proportionierten Geländewagen-Genen zu entwickeln. Denn hier liegt die deutlichste Abgrenzung zwischen Geländewagen und SUVs. Bei Mercedes übernahm man sogar mehr an Geländewagentechnik als andere Hersteller.

Heute werden zahlreiche SUVs nicht einmal als Option mit Allradantrieb angeboten und verfügen folglich nur über Heck- oder Frondantrieb.

Nicht so beim Mercedes ML. Sämtliche Modelle sind mit serienmäßigem Allradantrieb ausgestattet, einzig die weniger wichtige Geländereduktion wurde ab dem zweiten Modell W 164 nicht mehr verbaut. Auch weitere grundlegende Geländewagen-Eigenschaften wurden übernommen, so beispielsweise die hohen Stützlasten für Anhänger.

Auch die kurzen Überhänge an den Achsen zeigen die Offroad-Tauglichkeit, denn selbst steile Böschungen nimmt die M-Klasse souverän.

Die Mercedes M-Klasse: vom Monopol zum souveränen Marktführer seiner SUV-Klasse

Geplant war der ML zunächst als „All Activities Vehicle“ (AAV), also ein echtes Freizeitauto. Da der US-Markt angepeilt wurde, fand die erste Vorstellung natürlich in Detroit statt. Die Produktion wurde ebenfalls in den USA begonnen. Typisch für den amerikanischen Markt wurden ML-Modelle mit Benziner-Motoren hier gebaut.

Erst ein Jahr später, als man die enorme Nachfrage in Europa nicht nur überrascht feststellte, sonder buchstäblich mit der Produktion nicht hinterher kam, wurde auch in Österreich mit der Produktion des ML begonnen.

Hier werden vornehmlich die Dieselmodelle montiert, also ebenfalls dem europäischen Markt geschuldet. Dabei handelt es sich bei den Benziner-Aggegaten keinesfalls um typisch amerikanisch großvolumige Motoren. Zunächst hatten die Stuttgarter eine Monopolstellung, da es keine Konkurrenz gab. Erst ab 2000 setzte dem BMW etwas entgegen, konnte aber bis 2003 nicht annähernd die Mercedes-Absatzzahlen erreichen. Nach einem kurzen Einknicken ist der ML heute wieder souverän Marktführer.

Die Motorisierungen des ML

Der kleinste Benziner ist folglich der 230er Motor aus der E-Klasse gewesen. Allerdings ist dieser Motor, der optimal in die E-Klasse passt und eine gute Motorisierung darstellt, im ML absolut zu schwach, um das Gewicht von deutlich über zwei Tonnen souverän zu bewegen. Dafür hält sich jedoch der Kraftstoffverbrauch in Grenzen.

Die wohl perfekte Motorisierung stellte der 320er Motor dar. Der Sechszylinder ist ebenfalls aus anderen Mercedes-Modellen bekannt. Überhaupt stellt der 320er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis dar. Der Motor liefert genug Drehmoment für Gelände und Anhängerbetrieb, auf der Autobahn fühl sich der Schwabe aber genauso wohl. Im Gegensatz zum 230er ist der ML 320 jedoch nur als Automatik und nicht als Schalter erhältlich gewesen.

Schwachstellen: hauptsächlich Defizite bei der Qualität der ersten Modelle

Das nächsthöhere Modell, der ML 430 bietet damit an sich nur ein „besseres“ Image, ist aber nicht wirklich erforderlich. Vielmehr hatte die M-Klasse zunächst mit massiven Qualitätsproblemen zu kämpfen, wie alle anderen Mercedes-Modelle Ende der 90er. Insbesondere die US-Modelle fallen durch sich lösende Gummidichtungen, verkantete Schiebedächer und elektrische Fensterheber mit Aussetzern auf.

Zwar stellte sich die Situation in Bezug auf die Qualität bei den in Österreich gefertigten ML etwas besser dar, doch die von einem hochpreisigen Mercedes erwartete Qualität ließ auch hier zu wünschen übrig.

Ganz am Anfang bei den ersten beiden Produktionsjahren spielt auch der Rost eine ernstere Rolle. Mercedes bot daher entsprechende Maßnahmen mit dem Wartungsservice an. Wer einen der ersten ML kaufen will, sollte also darauf achten, dass die entsprechende Bestätigung bezüglich des erweiterten, nachträglichen Korrosionsschutzes zu ersehen sind.

Fahrzeuge, die einen hohen Einsatz mit Hänger absolvieren mussten, können ein verbrauchtes Fahrwerk aufweisen, Stadtfahrzeuge aufgrund der wuchtigen Dimensionen zahlreiche Schrammen und Beulen an den Flanken und Felgen, was aber nicht markenspezifisch ist und jedes Automobil treffen kann.

Seit der Modellpflege des W 163 Mercedes-Qualität und hochwertiges Interieur

Mit der großen Modellpflege 2001 reagierte der Stuttgarter Konzern auf die Beanstandungen. Ab diesem Baujahr ist auch an der Qualität nichts mehr auszusetzen. Neben einigen optischen Änderungen wurde auch das billig wirkende und leicht verkratzende Armaturenbrett neu und anspruchsvoller gestaltet. Der elektronische Allradantrieb wurde besser auf den ML abgestimmt, wie auch das Fahrwerk. Die deutlichsten Änderungen gab es bei den Motoren.

Die 320er wurden gegen einen Motor mit 3,7 L Hubraum ausgetauscht, der jedoch etwas irreführend als 350 ML bezeichnet wird (wer sich mit der Mercedes-Typenbezeichnung auskennt, weiß, dass sich hier der Hubraum niederschlägt). Der 430er ML dagegen wurde durch den noch prestige-trächtigeren ML 500 ersetzt.

Die Dieselmotoren gerade bei den älteren M-Klassen-Modellen sind sparsam und dennoch durchzugsstark, kommen aber mit einem erheblichen Nachteil: sie wurden in Euronorm 3 gefertigt. Ohne nachträglichen Kat sind für diese Modelle zahlreiche Innenstadtbereiche nicht erreichbar, weil sie nicht dort hin dürfen.

Der ML 350 der zweiten M-Klassen-Generation ist aktuell die beste Wahl

Übrigens sollte die M-Klasse zunächst als Mercedes M bezeichnet werden. Das ging jedoch nicht, weil BMW die entsprechenden Rechte aufgrund seiner M-Versionen hält. Man einigte sich mit den Münchnern auf die Verwendung von M-Klasse, wobei die Mercedes SUVs ansonsten auch konkret bei der Typnennung als ML XXX benannt werden.

Explizit der ML 350 ist zweiten Baureihe ist ein ausgereiftes Auto. Er vereint die ausgereifte Technik des schon zuvor verbauten Aggregats mit der Umstellung vom Leiterrahmen hin zur selbsttragenden Karosserie, sodass das SUV-Konzept stimmiger ist und darüber einen deutlichen Komfortgewinn mit sich bringt.

Da er noch bis 2011 gebaut wurde, ist der W 164 ein aktuelles Modell, bietet also Prestige und Ansehen. Da jedoch der Nachfolger W 166 seit 2012 auf dem Markt ist, sind die Preise gerade die letzten beiden Jahren weit gefallen. Mit einem ML 350 W 164 erhält man also viel neuwertigen Mercedes für wenig Geld, eingerahmt von guten Bedingungen: hohe Verarbeitungsqualität, aktuelles Design, moderne Technik und eben neuwertig.